Die 31-Jährige, die in New York einen Inder aus religiösem Hass vor eine einfahrende U-Bahn gestoßen hat, schockiert mit ihrer Reaktion vor Gericht. Nun soll ihr Geisteszustand untersucht werden
Sie lachte manisch, als sie dem Haftrichter vorgeführt wurde, sie bestritt die Tat zuerst – und räumte sie dann doch mit einer absurden Begründung ein. "Ich habe einen Muslim auf die Gleise gestoßen, weil ich Hindus und Muslime hasse, seit sie 2001 die Zwillingstürme zerstört haben, ich schlage zurück", sagte Erika Menendez bei ihrer Verhaftung durch die Polizei am Samstag.
Die 31-Jährige hatte Donnerstagabend zum zweiten Mal binnen nur eines Monats in New York den Albtraum jedes U-Bahn-Nutzers brutale Realität werden lassen: Sie stieß einen Mann auf die Gleise vor einen einfahrenden Zug.
Ihr Opfer, der 46-jährige Sunando Sen, wurde dabei getötet. Menendez hatte sich dem aus Indien eingewanderten Hindu hinterrücks genähert, als er in Sunnyside (Queens) auf einen Zug der Linie 7 wartete.
Die mutmaßlich geistesgestörte Täterin handelte ihren Worten nach zu urteilen aus religiösem Hass. Doch mit dem Angriff am 11. September 2001 auf das World Trade Center, den die islamistische Terrororganisation al-Qaida ausübte, hatten Hindus nichs zu tun.
Angeklagte kichert vor dem Strafgericht
Menendez war nach ihrer heimtückischen Tat zunächst geflohen. Als Videobilder der Frau veröffentlicht wurden, identifizierte sie auch ihr Bruder bei der Polizei. Am Samstagmorgen gegen 5 Uhr wurde Menendez, die noch immer die gleiche Jacke wie bei der Tat trug, von einem Passanten in Brooklyn auf der Straße erkannt.
Die über den Notruf 911 alarmierte Polizei nahm sie kurz darauf fest. Nach Zeugenaussagen jammerte die Frau dabei unverständlich und verzog ihr Gesicht zu einem "teuflischen Grinsen", wie das Boulevardblatt "New York Post" schrieb.
Bei ihrer Vorführung vor einem New Yorker Strafgericht kicherte und gluckste Menendez, als ihr die Anklage hinsichtlich eines Mordes zweiten Grades, begangen aus Hass, vorgelesen wurde. Richterin Gia Morris herrschte daraufhin Dietrich Epperson, den Anwalt der Frau an: "Sagen Sie Ihrer Mandantin, dass das nicht witzig ist!" Das Verhalten der Angeklagten sei "ungehörig".
Gegenüber den Polizisten, die sie verhafteten, leugnete Menendez zunächst die Tat. "Ich habe mich am Times Square aufgehalten", sagte sie nach den Aufzeichnungen der Beamten. "Sie werden mich auf Videoaufnahmen finden. Ich war nicht in Queens."
Geisteszustand der Täterin wird untersucht
Der Frau, die in Queens bei ihrer Mutter und ihrem Stiefvater lebte, droht lebenslange Haft. Die Mindeststrafe beträgt 20 Jahre, wenn ihre Tat als "Hassverbrechen" eingestuft wird, wofür ihre Berufung auf die (vermeintliche) Religion ihres Opfers spricht. Ohne einen solchen Hintergrund hätte die Mindeststrafe 15 Jahre betragen.
Allerdings werden Psychiater zunächst den Geisteszustand der Frau untersuchen, um festzustellen, ob sie prozess- und straffähig ist. Vor dem Angriff auf Sen soll Menendez murmelnd und in Selbstgespräche vertieft über den Bahnsteig gezogen sein.
Gleichwohl stieß sie offenkundig nicht versehentlich mit ihrem Opfer zusammen, sondern stieß ihn sehr bewusst und heftig von hinten in den Gleisschacht. Täterin und Opfer kannten sich nicht und waren sich nach bisherigen Ermittlungen nie zuvor begegnet.
Der getötete Sen wird von Freunden und Arbeitskollegen als ausgesprochen freundlicher und hart arbeitender Einwanderer beschrieben. Er hatte einen eigenen Print- und Copy-Shop in der Upper West Side in Manhattan eröffnet, in dem er sieben Tage pro Woche arbeitete.
Ein Foto zeigt die letzten Sekunden des Opfers
Erst am 3. Dezember hatte es im New Yorker U-Bahnsystem einen ähnlichen Fall gegeben. Dabeistieß der 31-jährige Naeem Davis den offenkundig alkoholisierten 58-jährigen Ki-Suck Haan am U-Bahnhof Times Square auf die Gleise. Für besonderes Entsetzen sorgte am nächsten Tag ein Titelseitenfoto einer New Yorker Boulevardzeitung, die Haan bei dem vergeblichen Versuch zeigten, vor dem einfahrenden Zug wieder auf den Bahnsteig zu klettern.
Der Fotograf, der die Bilder gemacht hatte, behauptete später, er sei viel zu weit entfernt gewesen, um dem Mann zu helfen. Er habe die Fotos geschossen, um den Lokomotivführer mit seinem Blitzlicht zu warnen.
Der damalige Täter, ein obdachloser Afroamerikaner, war von Haan offenkundig angepöbelt worden. Inzwischen soll Davis aber erklärt haben, eine "innere Stimme" habe ihn aufgefordert, den gebürtigen Koreaner auf die Gleise zu stoßen.
Sie lachte manisch, als sie dem Haftrichter vorgeführt wurde, sie bestritt die Tat zuerst – und räumte sie dann doch mit einer absurden Begründung ein. "Ich habe einen Muslim auf die Gleise gestoßen, weil ich Hindus und Muslime hasse, seit sie 2001 die Zwillingstürme zerstört haben, ich schlage zurück", sagte Erika Menendez bei ihrer Verhaftung durch die Polizei am Samstag.
Die 31-Jährige hatte Donnerstagabend zum zweiten Mal binnen nur eines Monats in New York den Albtraum jedes U-Bahn-Nutzers brutale Realität werden lassen: Sie stieß einen Mann auf die Gleise vor einen einfahrenden Zug.
Ihr Opfer, der 46-jährige Sunando Sen, wurde dabei getötet. Menendez hatte sich dem aus Indien eingewanderten Hindu hinterrücks genähert, als er in Sunnyside (Queens) auf einen Zug der Linie 7 wartete.
Die mutmaßlich geistesgestörte Täterin handelte ihren Worten nach zu urteilen aus religiösem Hass. Doch mit dem Angriff am 11. September 2001 auf das World Trade Center, den die islamistische Terrororganisation al-Qaida ausübte, hatten Hindus nichs zu tun.
Angeklagte kichert vor dem Strafgericht
Menendez war nach ihrer heimtückischen Tat zunächst geflohen. Als Videobilder der Frau veröffentlicht wurden, identifizierte sie auch ihr Bruder bei der Polizei. Am Samstagmorgen gegen 5 Uhr wurde Menendez, die noch immer die gleiche Jacke wie bei der Tat trug, von einem Passanten in Brooklyn auf der Straße erkannt.
Die über den Notruf 911 alarmierte Polizei nahm sie kurz darauf fest. Nach Zeugenaussagen jammerte die Frau dabei unverständlich und verzog ihr Gesicht zu einem "teuflischen Grinsen", wie das Boulevardblatt "New York Post" schrieb.
Bei ihrer Vorführung vor einem New Yorker Strafgericht kicherte und gluckste Menendez, als ihr die Anklage hinsichtlich eines Mordes zweiten Grades, begangen aus Hass, vorgelesen wurde. Richterin Gia Morris herrschte daraufhin Dietrich Epperson, den Anwalt der Frau an: "Sagen Sie Ihrer Mandantin, dass das nicht witzig ist!" Das Verhalten der Angeklagten sei "ungehörig".
Gegenüber den Polizisten, die sie verhafteten, leugnete Menendez zunächst die Tat. "Ich habe mich am Times Square aufgehalten", sagte sie nach den Aufzeichnungen der Beamten. "Sie werden mich auf Videoaufnahmen finden. Ich war nicht in Queens."
Geisteszustand der Täterin wird untersucht
Der Frau, die in Queens bei ihrer Mutter und ihrem Stiefvater lebte, droht lebenslange Haft. Die Mindeststrafe beträgt 20 Jahre, wenn ihre Tat als "Hassverbrechen" eingestuft wird, wofür ihre Berufung auf die (vermeintliche) Religion ihres Opfers spricht. Ohne einen solchen Hintergrund hätte die Mindeststrafe 15 Jahre betragen.
Allerdings werden Psychiater zunächst den Geisteszustand der Frau untersuchen, um festzustellen, ob sie prozess- und straffähig ist. Vor dem Angriff auf Sen soll Menendez murmelnd und in Selbstgespräche vertieft über den Bahnsteig gezogen sein.
Gleichwohl stieß sie offenkundig nicht versehentlich mit ihrem Opfer zusammen, sondern stieß ihn sehr bewusst und heftig von hinten in den Gleisschacht. Täterin und Opfer kannten sich nicht und waren sich nach bisherigen Ermittlungen nie zuvor begegnet.
Der getötete Sen wird von Freunden und Arbeitskollegen als ausgesprochen freundlicher und hart arbeitender Einwanderer beschrieben. Er hatte einen eigenen Print- und Copy-Shop in der Upper West Side in Manhattan eröffnet, in dem er sieben Tage pro Woche arbeitete.
Ein Foto zeigt die letzten Sekunden des Opfers
Erst am 3. Dezember hatte es im New Yorker U-Bahnsystem einen ähnlichen Fall gegeben. Dabeistieß der 31-jährige Naeem Davis den offenkundig alkoholisierten 58-jährigen Ki-Suck Haan am U-Bahnhof Times Square auf die Gleise. Für besonderes Entsetzen sorgte am nächsten Tag ein Titelseitenfoto einer New Yorker Boulevardzeitung, die Haan bei dem vergeblichen Versuch zeigten, vor dem einfahrenden Zug wieder auf den Bahnsteig zu klettern.
Der Fotograf, der die Bilder gemacht hatte, behauptete später, er sei viel zu weit entfernt gewesen, um dem Mann zu helfen. Er habe die Fotos geschossen, um den Lokomotivführer mit seinem Blitzlicht zu warnen.
Der damalige Täter, ein obdachloser Afroamerikaner, war von Haan offenkundig angepöbelt worden. Inzwischen soll Davis aber erklärt haben, eine "innere Stimme" habe ihn aufgefordert, den gebürtigen Koreaner auf die Gleise zu stoßen.

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