Vor sechseinhalb Jahren hat Benjamin von Stuckrad-Barre mit dem Trinken aufgehört. Der Alkohol war nicht das Problem, sondern die harten Drogen danach: "In meinem Hirn ist das offenbar miteinander verknüpft."
Wie das dann allerdings so ist, wenn man als ehemaliger Rauschsüchtiger auf Partys die Auswahl zwischen Wasser "still", "medium" oder "mit" hat und auch die Gesprächspartner entweder in betretenes Schweigen verfallen, laues Verständnis heucheln oder vor Bewunderung geradezu zu sprudeln beginnen, beschrieb der Schriftsteller und Journalist in einem Aufsehen erregenden Text für die "Welt am Sonntag".
Scharfsinnige Beobachtungen, lakonisch gelesen
Wir präsentieren "Nüchtern" nun exklusiv zum Hören, gelesen vom Autor selbst. Natürlich nüchtern. In jeder Hinsicht: So nonchalant präsentiert, so lakonisch gelesen, entfalten Stuckrad-Barres scharfsinnige Beobachtungen eine ganz neue Wirkung. Nicht berauschend, aber sehr beglückend.
Mit viel Witz und leiser Verzweiflung erzählt er in "Nüchtern", wie die anderen einen wohlbekannten "Berauschungspfad" entlangtrinken ("mal einen Espresso zwischenschieben, das Finale mit dem Umstieg auf Wodka einläuten") warum er nicht mehr zu den Anonymen Alkoholikern geht ("war mir zu kaputt da"), und dass er sich manchmal vorkommt wie der ehemalige Fußballspieler, "der jetzt als Experte im Fernsehen die Viererkette erklärt".
Aufhören ist schwieriger als Nüchternbleiben
Vor allem aber findet Stuckrad-Barre, dass das Nüchternsein halb so wild ist wie das Aufhören. Und kommen die Partygäste ihm zu feuchtfröhlich, weiß er wenigstens: "Morgen früh werde ich der Gewinner sein."
Nur eine Frage beantwortet auch die Hörfassung nicht: Wieso auf Partys nicht einfach einmal einen Saft trinken?
Wie das dann allerdings so ist, wenn man als ehemaliger Rauschsüchtiger auf Partys die Auswahl zwischen Wasser "still", "medium" oder "mit" hat und auch die Gesprächspartner entweder in betretenes Schweigen verfallen, laues Verständnis heucheln oder vor Bewunderung geradezu zu sprudeln beginnen, beschrieb der Schriftsteller und Journalist in einem Aufsehen erregenden Text für die "Welt am Sonntag".
Scharfsinnige Beobachtungen, lakonisch gelesen
Wir präsentieren "Nüchtern" nun exklusiv zum Hören, gelesen vom Autor selbst. Natürlich nüchtern. In jeder Hinsicht: So nonchalant präsentiert, so lakonisch gelesen, entfalten Stuckrad-Barres scharfsinnige Beobachtungen eine ganz neue Wirkung. Nicht berauschend, aber sehr beglückend.
Mit viel Witz und leiser Verzweiflung erzählt er in "Nüchtern", wie die anderen einen wohlbekannten "Berauschungspfad" entlangtrinken ("mal einen Espresso zwischenschieben, das Finale mit dem Umstieg auf Wodka einläuten") warum er nicht mehr zu den Anonymen Alkoholikern geht ("war mir zu kaputt da"), und dass er sich manchmal vorkommt wie der ehemalige Fußballspieler, "der jetzt als Experte im Fernsehen die Viererkette erklärt".
Aufhören ist schwieriger als Nüchternbleiben
Vor allem aber findet Stuckrad-Barre, dass das Nüchternsein halb so wild ist wie das Aufhören. Und kommen die Partygäste ihm zu feuchtfröhlich, weiß er wenigstens: "Morgen früh werde ich der Gewinner sein."
Nur eine Frage beantwortet auch die Hörfassung nicht: Wieso auf Partys nicht einfach einmal einen Saft trinken?

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